Ablauf der Mandatserteilung an mich – Kündigungsschutzverfahren2018-09-07T11:28:32+00:00

Ablauf der Mandatserteilung an mich – Kündigungsschutzverfahren

I.

Das Wichtigste zuerst: Gegen eine Kündigung muss fast immer binnen 3 Wochen die Kündigungsschutzklage zum Arbeitsgericht erhoben werden. Die Frist beginnt mit dem Zugang der Kündigung. Die Zeit ist also knapp. Ich kann deshalb in Kündigungsschutzsachen nur Online-Mandate annehmen, bei denen ich sofort tätig werden soll. Im Onlineverfahren nehme ich Kündigungsschutzsachen deswegen auch ausschließlich von rechtsschutzversicherten Mandanten an. Die Beauftragung muss mindestens einen Werktag vor dem Fristablauf erfolgen, wobei die Daten vollständig vorliegen müssen, damit zumindest eine fristwahrende Kündigungsschutzklage erhoben werden kann.

Die Informationen, die hierfür notwendig sind, werden auf meiner Homepage abgefragt. Klicken Sie einfach auf die entsprechende Kachel „Kündigungsschutz“ auf der Startseite.

Bitte nehmen Sie sich im eigenen Interesse die Zeit, die erforderlichen Angaben sorgfältig zu machen. Sie können mir auch Dokumente schicken. Die Formulare beinhalten die erforderlichen Informationen hierzu. Sie können dabei auch den Messenger Dienst WhatsApp verwenden.

II.

Sobald Sie mir das Formular mit allen notwendigen Informationen übermittelt haben, ist das Mandat an mich erteilt. Ich werde deshalb sofort für Sie tätig. In der Regel werde ich sogleich Kündigungsschutzklage erheben, um die Klagefrist zu wahren. In einigen Fällen kann auch eine außergerichtliche Tätigkeit erforderlich sein. In jedem Fall entstehen damit sofort Kosten, die ich Ihrer Rechtsschutzversicherung in Rechnung stellen werde.

Wichtig hier:

  1. Ihre Rechtsschutzversicherung muss bestehen und die Wartezeit muss erfüllt sein. Die Wartezeit beträgt zum Beispiel 3-6 Monate, nachdem Sie die Versicherungspolice erhalten haben. Erst danach zugegangene Kündigungen sind vom Versicherungsschutz umfasst.
  1. Die Rechtsschutzversicherung muss sich auch auf Arbeitsrecht beziehen. Ein umfassender Privat-Rechtsschutz deckt dieses Gebiet in der Regel ab.
  1. Die Rechtsschutzversicherung muss auf Sie oder Ihren Ehegatten lauten. Bei Lebenspartnerschaften können Sonderbedingungen gelten. In der Regel sind Lebenspartner, die einen gemeinsamen Wohnsitz unterhalten, jedoch mitversichert.
  1. Die Prämie muss bezahlt sein.

III.

Ich rechne die Angelegenheit mit Ihrer Rechtsschutzversicherung ab. Eine gegebenenfalls vereinbarte Selbstbeteiligung stelle ich Ihnen in Rechnung. Die Selbstbeteiligungskosten betragen in der Regel zwischen 100-250 €. In seltenen Fällen ist die Selbstbeteiligung höher vereinbart.

Sollte Ihre Rechtsschutzversicherung nicht zahlen, so sind Sie mein Kostenschuldner. Wenn die vorstehenden Punkte II. 1.-4. erfüllt sind, ist damit in der Regel aber nicht zu rechnen. Übernimmt Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten nicht, informiere ich Sie sofort, damit Sie entscheiden können, ob und wie das Mandat weitergeführt werden soll.

IV.

Ein gerichtliches Verfahren kann mit einem Urteil oder einem sogenannten Vergleich enden. Ein Vergleich ist ein Vertrag zwischen den streitenden Parteien. Ansprüche, die durch Urteil oder gerichtlichen Vergleich festgestellt wurden, können auch im Wege Zwangsvollstreckung durchgesetzt werden.